Krankheitsbilder
Häufige Erkrankungen der Wirbelsäule, der Gelenke und der Gliedmaßen, verständlich erklärt.
Auf dieser Seite finden Sie einen Überblick über Beschwerdebilder, die ich in meiner Ordination häufig behandle. Die Beschreibungen sollen Ihnen helfen, Ihre Diagnose besser einzuordnen und gut vorbereitet in das Gespräch zu gehen. Sie ersetzen keine persönliche Untersuchung. Welche Therapie für Sie die richtige ist, entscheiden wir gemeinsam nach einer ausführlichen Anamnese.
Mein fachlicher Schwerpunkt liegt auf der Wirbelsäule. Als Wirbelsäulenchirurg mit Eurospine-Zusatzqualifikation behandle ich Erkrankungen von Hals-, Brust- und Lendenwirbelsäule konservativ wie operativ und begleite Sie von der ersten Abklärung bis zur Nachbehandlung. Darüber hinaus versorge ich das übrige orthopädische Spektrum an Hüfte, Knie, Schulter, Hand und Fuß.
Wirbelsäule
Hüfte und Knie
Schulter und Ellbogen
Unspezifischer Kreuzschmerz
Der weitaus größte Teil aller Rückenschmerzen lässt sich keiner einzelnen strukturellen Ursache zuordnen. Meist wirken muskuläre Verspannung, Fehlbelastung und Bewegungsmangel zusammen. Das klingt zunächst unbefriedigend, ist aber eine gute Nachricht: Diese Form heilt in der Regel innerhalb weniger Wochen folgenlos aus.
Typische Beschwerden
- Dumpfer, ziehender Schmerz im Kreuz
- Muskuläre Verspannung, Bewegungseinschränkung
- Verschlechterung nach langem Sitzen oder ungewohnter Belastung
- Keine Ausstrahlung in die Beine, keine Taubheit oder Schwäche
Behandlung
Entscheidend ist, in Bewegung zu bleiben. Schonung und Bettruhe verzögern die Heilung eher. Ergänzend helfen eine zeitlich begrenzte Schmerztherapie und Physiotherapie. Eine Bildgebung ist bei fehlenden Warnzeichen anfangs meist nicht erforderlich und führt nicht selten zu Zufallsbefunden, die mehr verunsichern als weiterhelfen.
Axiale Spondyloarthritis
Hierbei handelt es sich nicht um Verschleiß, sondern um eine entzündlich-rheumatische Erkrankung, die vor allem die Kreuz-Darmbein-Gelenke und die Wirbelsäule betrifft. Die bekannteste Ausprägung ist der Morbus Bechterew. Die Beschwerden beginnen meist vor dem 45. Lebensjahr, also deutlich früher als verschleißbedingter Rückenschmerz. Bis zur richtigen Diagnose vergehen oft Jahre, weil die Beschwerden zunächst als gewöhnlicher Kreuzschmerz gedeutet werden.
Typische Beschwerden
- Rückenschmerz, der in Ruhe schlimmer wird und sich bei Bewegung bessert
- Morgensteifigkeit über 30 Minuten
- Nächtlicher Schmerz, besonders in der zweiten Nachthälfte
- Wechselnder Gesäßschmerz, Fersenschmerz, begleitende Augen-, Haut- oder Darmentzündungen
Behandlung
Entscheidend ist, überhaupt daran zu denken. Der Verdacht ergibt sich aus dem Beschwerdemuster und lässt sich durch Bildgebung und Laborwerte erhärten. Die Basis der Behandlung bilden regelmäßige Bewegungstherapie und entzündungshemmende Schmerzmittel. Reicht das nicht aus, stehen sehr wirksame moderne Medikamente zur Verfügung. Die medikamentöse Einstellung erfolgt gemeinsam mit der Rheumatologie, an die ich Sie bei begründetem Verdacht anbinde.
Bandscheibenvorfall
Bei einem Bandscheibenvorfall (Diskusprolaps) tritt Gewebe des weichen Bandscheibenkerns durch den äußeren Faserring aus und kann auf eine Nervenwurzel oder das Rückenmark drücken. Am häufigsten ist die Lendenwirbelsäule betroffen, seltener die Halswirbelsäule.
Typische Beschwerden
- In ein Bein oder einen Arm ausstrahlende Schmerzen
- Taubheitsgefühl, Kribbeln oder Ameisenlaufen
- Kraftverlust in Bein, Fuß, Arm oder Hand
- Verstärkung der Beschwerden beim Husten, Niesen oder Pressen
Behandlung
Ein Großteil der Bandscheibenvorfälle lässt sich konservativ behandeln, etwa mit Schmerztherapie, gezielten Infiltrationen und abgestimmter Physiotherapie. Eine Operation kommt in Betracht, wenn die Beschwerden trotz konsequenter konservativer Therapie bestehen bleiben oder neurologische Ausfälle vorliegen.
Spinalkanalstenose
Bei einer Spinalkanalstenose ist der Wirbelkanal so weit verengt, dass die darin verlaufenden Nerven eingeengt werden. Ursache sind meist Verschleißprozesse: Die Bandscheiben verlieren an Höhe, Wirbelgelenke vergrößern sich, Bänder verdicken sich. Betroffen ist überwiegend die Lendenwirbelsäule, seltener die Halswirbelsäule.
Typische Beschwerden
- Deutlich verkürzte Gehstrecke
- Schmerzen, Schwäche oder Taubheit in den Beinen beim Gehen
- Rasche Besserung beim Vornüberbeugen, Hinsetzen oder Radfahren
- Beschwerden beim längeren Stehen und beim Zurückbeugen
Behandlung
Zunächst wird konservativ behandelt, etwa mit Schmerztherapie, gezielten Infiltrationen und Physiotherapie zur Entlastung des Wirbelkanals. Bleibt die Gehstrecke stark eingeschränkt oder treten neurologische Ausfälle auf, kann eine mikrochirurgische Erweiterung des Wirbelkanals die Nerven dauerhaft entlasten. Der Eingriff erfolgt gewebeschonend über einen kleinen Zugang.
Osteoporotische Wirbelkörperfraktur
Bei Osteoporose nimmt die Knochendichte ab, der Knochen wird brüchiger. Wirbelkörper können dadurch bereits bei geringer Belastung einbrechen. Manchmal genügt eine ruckartige Bewegung, das Heben einer Einkaufstasche oder ein Sturz aus dem Stand.
Typische Beschwerden
- Plötzlich einsetzender, oft heftiger Rückenschmerz
- Schmerzverstärkung beim Aufrichten, Gehen und Stehen
- Abnahme der Körpergröße über die Zeit
- Zunehmende Rundrückenbildung
Behandlung
Im Vordergrund stehen eine wirksame Schmerztherapie, Mobilisierung und die Behandlung der zugrunde liegenden Osteoporose. Bei anhaltenden Schmerzen oder drohender Fehlstellung kann ein stabilisierender Eingriff sinnvoll sein. Bei der Kyphoplastie wird der eingebrochene Wirbelkörper über einen kleinen Zugang aufgerichtet und mit Knochenzement stabilisiert. Ebenso wichtig ist die Vorbeugung weiterer Brüche. Dazu gehören Sturzprophylaxe und eine abgestimmte Osteoporosetherapie.
Spondylolisthesis (Gleitwirbel)
Beim Wirbelgleiten verschiebt sich ein Wirbelkörper gegenüber dem darunterliegenden, meist nach vorne. Ursache kann eine angeborene Spaltbildung im Wirbelbogen sein, häufiger sind jedoch verschleißbedingte Lockerungen im höheren Lebensalter. Am häufigsten betroffen ist der Übergang von der Lendenwirbelsäule zum Kreuzbein.
Typische Beschwerden
- Belastungsabhängiger Kreuzschmerz
- Beschwerden beim Zurückbeugen oder längeren Stehen
- In die Beine ausstrahlende Schmerzen
- Gehstreckenverkürzung bei zusätzlicher Enge im Wirbelkanal
Behandlung
Viele Betroffene kommen mit konservativer Therapie gut zurecht: gezielter Aufbau der stabilisierenden Rumpfmuskulatur, Schmerztherapie und Infiltrationen. Nimmt das Gleiten zu, bestehen neurologische Ausfälle oder bleiben die Beschwerden trotz konsequenter Therapie bestehen, kann eine stabilisierende Operation (Spondylodese) die Wirbelsäule dauerhaft entlasten.
Osteochondrose
Die Osteochondrose der Wirbelsäule ist eine verschleißbedingte Veränderung von Bandscheibe und angrenzenden Wirbelkörpern. Die Bandscheibe verliert an Höhe und Elastizität, wodurch der betroffene Abschnitt stärker belastet wird und der Knochen mit Umbauprozessen reagiert.
Typische Beschwerden
- Tiefsitzender, dumpfer Rückenschmerz
- Morgendliche Steifigkeit, Anlaufschmerz
- Beschwerden bei längerem Sitzen oder Stehen
- Belastungsabhängige Schmerzverstärkung
Behandlung
Die Behandlung erfolgt in der Regel konservativ: Schmerz- und Infiltrationstherapie zur Durchbrechung des Schmerzkreislaufs, gezielte Physiotherapie zur Kräftigung der rumpfstabilisierenden Muskulatur sowie Anpassungen im Alltag. Operative Verfahren bleiben ausgeprägten Verläufen mit entsprechendem Beschwerdebild vorbehalten.
Skoliose
Bei einer Skoliose ist die Wirbelsäule seitlich verkrümmt und die Wirbelkörper sind zusätzlich gegeneinander verdreht. Im Erwachsenenalter entsteht sie häufig verschleißbedingt, wenn Bandscheiben und Wirbelgelenke ungleichmäßig abnutzen. Daneben gibt es Verkrümmungen, die bereits im Wachstum entstanden sind und im Lauf des Lebens zunehmen können.
Typische Beschwerden
- Sichtbare Asymmetrie von Schultern, Taille oder Becken
- Belastungsabhängiger Rückenschmerz
- Vorzeitige Ermüdung beim Stehen und Gehen
- Bei stärkerer Ausprägung ausstrahlende Beschwerden in die Beine
Behandlung
Im Vordergrund stehen Physiotherapie, gezielter Muskelaufbau und Schmerztherapie. Wichtig ist eine regelmäßige Verlaufskontrolle, um eine Zunahme der Verkrümmung früh zu erkennen. Eine Operation wird nur bei ausgeprägten, fortschreitenden Befunden oder anhaltenden Beschwerden erwogen und immer sorgfältig gegen den zu erwartenden Nutzen abgewogen.
Coxarthrose (Hüftarthrose)
Bei der Coxarthrose verschleißt der Knorpel im Hüftgelenk. Neben dem Alter spielen frühere Verletzungen, angeborene Formabweichungen des Gelenks, Übergewicht und erbliche Veranlagung eine Rolle. Typisch ist ein langsamer Beginn über Monate bis Jahre.
Typische Beschwerden
- Schmerz in der Leiste, oft in Oberschenkel oder Knie ausstrahlend
- Anlaufschmerz nach dem Aufstehen oder längerem Sitzen
- Schwierigkeiten beim Socken- und Schuheanziehen
- Zunehmendes Hinken und kürzere Gehstrecke
Behandlung
Verschlissener Knorpel lässt sich nicht wiederherstellen, der Verlauf aber deutlich beeinflussen. Im Vordergrund stehen Bewegungstherapie, Muskelaufbau, Gewichtsentlastung, eine abgestimmte Schmerztherapie und bei Bedarf Infiltrationen. Ist die Lebensqualität trotz konsequenter konservativer Behandlung dauerhaft eingeschränkt, ist der Gelenkersatz ein sehr zuverlässiges Verfahren. Den richtigen Zeitpunkt dafür legen wir gemeinsam fest.
Gonarthrose (Kniearthrose)
Die Gonarthrose ist der Verschleiß des Kniegelenkknorpels. Sie betrifft häufig zuerst nur einen Teil des Gelenks, etwa den inneren Anteil bei O-Bein-Stellung. Frühere Meniskus- oder Bandverletzungen und Achsfehlstellungen begünstigen die Entstehung.
Typische Beschwerden
- Schmerzen beim Treppabgehen und Bergabgehen
- Anlaufschmerz, Steifigkeit nach Ruhephasen
- Schwellung oder Gelenkerguss nach Belastung
- Reibegeräusche und zunehmende Bewegungseinschränkung
Behandlung
Wirksam sind vor allem gelenkschonende Bewegung, gezielter Aufbau der Oberschenkelmuskulatur und Gewichtsreduktion. Ergänzend kommen Schmerztherapie, Infiltrationen und bei Achsfehlstellung Einlagen infrage. Bleibt die Einschränkung trotz konsequenter Therapie bestehen, sind je nach Befund ein Teilgelenkersatz oder ein vollständiger Gelenkersatz sinnvolle Optionen.
Meniskusschaden
Die Menisken sind zwei halbmondförmige Knorpelscheiben, die im Kniegelenk als Puffer wirken. Risse entstehen entweder plötzlich bei einer Drehbewegung unter Belastung oder allmählich durch Verschleiß. Ab dem mittleren Lebensalter überwiegen die verschleißbedingten Risse deutlich.
Typische Beschwerden
- Stechender Schmerz am inneren oder äußeren Gelenkspalt
- Beschwerden bei Drehbewegungen, tiefer Hocke und Treppensteigen
- Gefühl von Einklemmen oder Blockieren des Knies
- Schwellung, oft erst Stunden nach der Belastung
Behandlung
Verschleißbedingte Risse werden heute überwiegend konservativ behandelt. Studien zeigen, dass eine gezielte Physiotherapie hier ebenso gute Ergebnisse erzielt wie eine Spiegelung. Eine Operation ist vor allem dann sinnvoll, wenn das Knie tatsächlich blockiert oder wenn ein frischer Riss nach einem Unfall vorliegt, der genäht werden kann. Arthroskopische Eingriffe führe ich gemeinsam mit erfahrenen Spezialisten durch.
Impingement (Schulterengpass)
Beim Impingement geraten die Sehnen der Rotatorenmanschette im engen Raum unter dem Schulterdach unter Druck. Auslöser sind meist Überlastung, ungünstige Bewegungsmuster oder knöcherne Veränderungen. Auch eine Kalkeinlagerung in der Sehne, die sogenannte Kalkschulter, kann ähnliche Beschwerden verursachen.
Typische Beschwerden
- Schmerz beim Heben des Arms, besonders zwischen Schulter- und Kopfhöhe
- Nächtliche Schmerzen beim Liegen auf der betroffenen Seite
- Beschwerden bei Überkopfarbeit und beim Griff auf den Rücken
- Kraftverlust bei ausgeprägtem Befund
Behandlung
Im Vordergrund steht Physiotherapie, die das Schulterblatt stabilisiert und den Oberarmkopf zentriert. Ergänzend helfen Schmerztherapie, Belastungsanpassung und gezielte Infiltrationen. Bleiben die Beschwerden bestehen oder liegt ein größerer Sehnenriss vor, kommt ein arthroskopischer Eingriff infrage, den ich gemeinsam mit erfahrenen Spezialisten durchführe.
Epicondylitis (Tennis- und Golferellbogen)
Beide Beschwerdebilder entstehen durch Überlastung der Sehnenansätze am Ellbogen: außen beim Tennisellbogen, innen beim Golferellbogen. Sport ist dabei selten die Ursache. Deutlich häufiger sind Tätigkeiten mit wiederholtem Greifen, Schrauben, Heben oder langer Computerarbeit.
Typische Beschwerden
- Punktförmiger Druckschmerz an der Außen- oder Innenseite des Ellbogens
- Schmerz beim Zugreifen, Händeschütteln oder Tragen
- Ausstrahlung in den Unterarm
- Kraftverlust beim Faustschluss
Behandlung
Die Beschwerden heilen in den meisten Fällen aus, brauchen aber Geduld. Wirksam sind Belastungsanpassung, ein spezielles Dehn- und Kräftigungsprogramm sowie entlastende Bandagen. Ergänzend können Infiltrationen die Akutphase überbrücken. Operationen sind selten und bleiben hartnäckigen Verläufen vorbehalten. Eingriffe am Ellbogen führe ich gemeinsam mit einem erfahrenen Spezialisten durch.
Karpaltunnelsyndrom
Der Mittelnerv verläuft gemeinsam mit den Beugesehnen durch einen engen Kanal im Handgelenk. Wird es dort zu eng, entsteht das häufigste Nervenengpasssyndrom überhaupt. Frauen sind deutlich öfter betroffen, oft beidseits.
Typische Beschwerden
- Nächtliches Einschlafen der Hand, das zum Aufwachen führt
- Kribbeln und Taubheit in Daumen, Zeige- und Mittelfinger
- Besserung durch Ausschütteln der Hand
- Ungeschicklichkeit beim Greifen, Fallenlassen von Gegenständen
Behandlung
Im Frühstadium helfen häufig eine nächtliche Lagerungsschiene, Belastungsanpassung und bei Bedarf eine Infiltration. Zur Sicherung der Diagnose und zur Beurteilung des Schweregrads ist eine Messung der Nervenleitgeschwindigkeit sinnvoll. Bleiben die Beschwerden bestehen, ist die operative Spaltung des Bandes ein kleiner, sehr zuverlässiger Eingriff.
Ringbandstenose (schnellender Finger)
Die Beugesehnen der Finger werden von schmalen Bändern geführt. Verdickt sich eine Sehne oder verengt sich das erste dieser Ringbänder, gleitet die Sehne nicht mehr frei. Der Finger bleibt beim Beugen hängen und schnappt dann ruckartig durch. Häufig betroffen sind Daumen, Mittel- und Ringfinger.
Typische Beschwerden
- Schnappen oder Blockieren des Fingers beim Beugen und Strecken
- Ausgeprägte Steifigkeit am Morgen
- Druckschmerzhafter Knoten in der Handfläche am Fingergrund
- In fortgeschrittenen Fällen bleibt der Finger in Beugestellung stehen
Behandlung
Eine gezielte Infiltration an das betroffene Ringband bringt in vielen Fällen dauerhafte Beschwerdefreiheit, besonders wenn die Beschwerden noch nicht lange bestehen. Kehrt das Schnappen zurück oder lässt sich der Finger nicht mehr frei bewegen, ist die operative Spaltung des Ringbands ein kurzer Eingriff mit sehr guter Erfolgsaussicht.
Fersensporn und Plantarfasziitis
Schmerzen an der Ferse entstehen fast immer durch eine Reizung der Sehnenplatte an der Fußsohle und nicht durch den knöchernen Sporn selbst. Der Sporn ist meist eine Begleiterscheinung: Viele Menschen haben einen, ohne je Beschwerden zu bekommen.
Typische Beschwerden
- Stechender Schmerz bei den ersten Schritten am Morgen
- Besserung nach einigen Minuten Gehen, Verschlechterung im Tagesverlauf
- Punktförmiger Druckschmerz an der Fersenunterseite
- Beschwerden nach längerem Stehen oder ungewohnter Belastung
Behandlung
Am wirksamsten ist ein konsequentes Dehnprogramm für Wade und Fußsohle, ergänzt durch geeignetes Schuhwerk, weichbettende Einlagen und eine vorübergehende Belastungsanpassung. Die Beschwerden bessern sich meist über Wochen bis Monate. Infiltrationen setze ich hier zurückhaltend ein, da sie die Sehnenplatte schwächen können.
Hallux valgus
Beim Hallux valgus weicht die Großzehe nach außen ab, während der erste Mittelfußknochen nach innen wandert. Dadurch entsteht der bekannte Ballen am Fußinnenrand. Veranlagung und Bindegewebsschwäche sind die Hauptursachen, enges Schuhwerk beschleunigt die Entwicklung.
Typische Beschwerden
- Druckstellen und Rötung am Großzehenballen
- Schmerzen in engen Schuhen, Probleme beim Schuhkauf
- Schmerz im Großzehengrundgelenk beim Abrollen
- Krallenzehen und Schwielen an der Fußsohle als Folge
Behandlung
Konservative Maßnahmen können Beschwerden lindern und das Fortschreiten verlangsamen: weites Schuhwerk, Einlagen, Zehengymnastik und Polsterung. Die Fehlstellung selbst lässt sich damit nicht korrigieren. Bei anhaltenden Schmerzen oder deutlicher Einschränkung im Alltag ist eine Operation sinnvoll, bei der Knochen und Weichteile korrigiert werden. Diesen Eingriff führe ich gemeinsam mit erfahrenen Spezialisten durch.